Das LehrRess-Projekt

Das Projekt LehrRess – Unterstützung von Bildungsträgern im Bereich der Ressourceneffizienz wurde im Rahmen des Auftrags Kompetenzzentrum Ressourceneffizienz 2015 – 2019 betrieben, der bei der VDI Zentrum Ressourceneffizienz GmbH (VDI ZRE) angesiedelt war.

Im Projekt LehrRess – Unterstützung der Bildungsträger in der Ressourceneffizienz – erarbeitete das IZT (in der früheren Projektphase auch zusammen mit Faktor10) Unterrichtsmaterialien für die Ressourcenbildung. Zielgruppe sind Bildungsträger der beruflichen Bildung, die Materialien können aber auch teilweise in der höheren SEK I oder der SEK II der allgemeinbildenden Schulen genutzt werden. Grundlage für die Materialien waren Kooperationen mit Bildungsträgern bzw. das Programm ProgRess in der zweiten Auflage 2016. Hiervon ausgehend wurden verschiedene Themen bearbeitet, sowohl in Bezug auf Handlungsfelder (Weiterbildung für Lehrende) als auch für diverse Gestaltungsfelder (Unterrichtseinheiten). Beide umfassen eine Beschreibung des Feldes (sog. Sachanalyse), die Unterrichtseinheiten umfassen darüber hinaus die Rahmung für den Unterricht (didaktische Konzeption) sowie die eigentlichen Unterrichtsmaterialien. Die Materialien – Word-Dokumente und Powerpoint-Präsentationen – dienen sowohl der Weiterbildung der Lehrkräfte als auch der Durchführung von Unterricht in berufsbildenden und allgemeinbildenden Schulen.

Das Material erfreut sich großer Resonanz nicht nur bei BilRess-Netzwerkmitgliedern und wird in einer Broschüre zusammenfassend vorgestellt. Die Broschüre steht Ihnen zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Lehr-Lern-Materialen

Der ökologische Rucksack eines Handys

Das Thema „Der ökologische Rucksack eines Handys“ ist dem Handlungsfeld „Ressourceneffiziente Informations- und Kommunikationstechnik“ mit dem Gestaltungsansatz „Ressourceneffizienz der IKT-Produkte verbessern“ zugeordnet.

Die Lerneinheit hat zum Ziel, den Lehrkräften Materialien an die Hand zu geben, mit denen den Schülerinnen und Schülern eingängig und überzeugend begreifbar gemacht werden kann, wie viele natürliche Ressourcen für die Produktion eines Handys bzw. Smartphones eingesetzt werden. Besondere Betonung liegt hierbei auf den alternativen Handlungsoptionen, um eine Verhaltensmodifikation zu ermöglichen.

Die Sachanalyse gibt den Lehrenden detaillierte Informationen zu den einzelnen Unterrichtsvorschlägen zur Hand. Zunächst wird der Blick auf das eigene Gerät und auf die gesellschaftliche Rolle der Mobiltelefone gelenkt. Die Komplexität der Geräte, – der Bauteile, der stofflichen Zusammensetzung und letztlich auch der chemischen Elemente – wird dann in den Zusammenhang mit dem Ressourceneinsatz gestellt. Mittels Erörterung des Lebenszyklus von Metallen und der dort eingesetzten natürlichen Ressourcen wird schrittweise auf den ökologischen Rucksack – die sinnbildliche Darstellung der Ressourcen, die für die Herstellung und Nutzung eines Produktes gebraucht werden – hingeführt. Nachdem die Ressourcenansprüche von Herstellung, Nutzung und Entsorgung der Geräte erörtert und per Gewichten begreifbar gemacht wurden, schließt die Lehreinheit mit intensiver Diskussion der Handlungsalternativen unter der Überschrift „reduce, re-use, repair, recycle“.

Diese Lehr-Lern-Materialien stehen hier für Sie bereit:

  • pdf-Dokument – Sachanalyse und Rahmung (Weiterbildung) und Unterrichtsvorschlag (pdf 7,6 MB)

     Der Ökologische Rucksack eines Handys – pdf

  • PowerPoint-Präsentation als pdf-Dokument:  Sachanalyse und Rahmung (Weiterbildung) und Unterrichtsvorschlag (pdf 5,5 MB)

    Der Ökologische Rucksack eines Handys – ppt

  • PowerPoint-Präsentation mit Kommentartext (Handout) als pdf-Dokument: Sachanalyse und Rahmung (Weiterbildung) und Unterrichtsvorschlag (pdf 7,8 MB)

    Der Ökologische Rucksack eines Handys – ppt-Kommentierung

  • 5 Poster zur interaktiven Lernstation „Der ökologische Rucksack eines Handys“

pdf-Dokument – Poster 1: Aufgabenstellung (pdf. 0,5 MB)

pdf-Dokument – Poster 2: Rohstoffe für die Handyproduktion (pdf. 0,6 MB)

pdf-Dokument – Poster 4: Gewinnung der Rohstoffe für die Handyproduktion (pdf. 0,2 MB)

pdf-Dokument – Poster 5: Gesamtrechnung ökologischer Rucksack (pdf. 0,3 MB)

pdf-Dokument – Poster 6: Handout Handlungsmöglichkeiten (pdf. 0,3 MB)

Das nachwachsende Büro

Das Thema „Das nachwachsende Büro“ ist dem ProgRess-Handlungsfeld „Nachhaltige Rohstoffversorgung sichern“ mit dem Gestaltungsansatz „Die Nutzung nachwachsender Rohstoffe ausbauen“ zugeordnet.

Die Lerneinheit hat zum Ziel, den Lehrkräften Materialien an die Hand zu geben, mit denen den Schülerinnen und Schülern begreifbar gemacht werden kann, welche Potenziale aber auch welche Grenzen bei der die Nutzung nachwachsender Rohstoffe existieren.

Nicht nur in der Gebäude- und Raumausstattung gibt es große Potenziale nachwachsende Rohstoffe zu nutzen, die Palette der Anwendungsbereiche für nachwachsende Rohstoffe in der gesamten Industrie wird immer breiter. Vor allem Erdölprodukte (Kunststoffe) können vielfach durch nachwachsende Rohstoffe substituiert werden. Viele höherwertige Grundchemikalien und Kunststoffe können schon jetzt aus Pflanzen hergestellt werden. Diese Verfahren können helfen, den Erdöleinsatz für die notwendigen Kunststoffe zu mindern, damit die Abhängigkeit von den begrenzten fossilen Ressourcen zu verringern und aktiv zum Klimaschutz beizutragen. Ein wichtiges Konzept in diesem Kontext ist die Kaskadennutzung, bei der ein nachwachsender Rohstoff über mehrere Stufen unterschiedlich genutzt wird. Ein gut etabliertes Beispiel dafür ist das Recycling und die Nutzung von Altpapier. Auch BioKunststoffe könnten zu hochwertigen Einrichtungsgegenständen (Stuhllehne) und dann zu einfachen Kunststoffprodukten (Gartenbank) verarbeitet und abschließend thermisch verwertet werden. Insbesondere auch im Zusammenhang mit dem Leitbild einer Bioökonomie nimmt die Nachfrage nach und der Anbau von nachwachsenden Rohstoffen für die stoffliche Verwertung kontinuierlich zu. Damit verbunden sind jedoch auch sozial-ökologische Probleme, wie zunehmende Flächenkonkurrenzen oder andere negative Umwelteffekte. Denn alle Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen benötigen Wasser, Energie und Fläche für Anbau und geeignete Infrastrukturen für Handel, Transport und Vertrieb. Bisher ist beispielsweise noch unklar, wie der Bedarf an Biomasse bei steigender Nachfrage auf nachhaltige und umweltschonende Weise gedeckt werden kann. Die vorliegende Sachanalyse beschäftigt sich mit den Perspektiven und Bedingungen der
stofflichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe.

  • pdf-Dokument : Sachanalyse und Rahmung (Weiterbildung) und Unterrichtsvorschlag (pdf 2,5 MB)

     Das nachwachsende Büro – Text  

  • PowerPoint-Präsentation als pdf- Dokument: Sachanalyse und Rahmung (Weiterbildung) und Unterrichtsvorschlag (pdf 6,8 MB)

    Das nachwachsende Büro – ppt

  • PowerPoint-Präsentation mit Kommentartext (Handout) als pdf-Dokument: Sachanalyse und Rahmung (Weiterbildung) und Unterrichtsvorschlag (pdf 9,1 MB)

    Das nachwachsende Büro – ppt-Kommentierung

Das Phänomen Obsoleszenz

In dieser Sachanalyse sowie in der dazugehörigen Unterrichtsreihe wird exemplarisch diskutiert und aufgezeigt, wie das Phänomen Obsoleszenz mit Ressourcenschonung und unserem Konsum zusammenhängt. Die Unterrichtsvorschläge zeigen Möglichkeiten auf, wie der Gestaltungsaspekt „Ressourcenschonung in die Produktentwicklung einbeziehen“ im Unterricht bearbeitet werden kann.

Obsoleszenz bedeutet, dass Produkte auf natürliche oder künstliche Weise altern oder veraltet sind. Dabei wird zwischen der werkstofflichen, funktionellen, ökonomischen und psychologischen Obsoleszenz unterschieden (UBA 2016a). Da in allen Produkten, vor allem in Elektrogeräten, wertvolle Ressourcen stecken, sind kurzlebige Produkte – sei es aufgrund von Defekten oder wegen des Wunsches von Verbraucher/-innen nach neuen Geräten – unter dem Aspekt der Ressourcenschonung und der Umweltauswirkungen kritisch zu betrachten. Neben Erdöl (fossiler Rohstoff) für Kunststoffe sind vor allem Metalle für Elektronikbauteile, die aus Erzen gewonnen werden, relevante Ressourcen für Elektrogeräte. Werden Geräte nach ihrer Nutzung nicht ordnungsgemäß dem Recyclingsystem zugeführt, gehen wertvolle Ressourcen verloren.

Die Gründe für Obsoleszenz sind vielfältig und die Zusammenhänge komplex. In zahlreichen Berichten, Zeitungsartikeln und Dokumentationen wird das Thema Obsoleszenz diskutiert und problematisiert.

Für Produktanbieter ist die Lebensdauer eines Produkts aus wirtschaftlicher Sicht eine relevante Größe. Denn je geringer die Lebensdauer eines Produkts ausfällt, desto eher führt dies zu einem Neukauf und damit zu einer Umsatzsteigerung. Gleichzeitig wird durch notwendige Neukäufe auf der Verbraucherseite das verfügbare Haushaltseinkommen geschmälert. Eine indirekte Folge von Obsoleszenz kann darum sein, dass Verbraucher nicht in vollem Umfang am Leben partizipieren können, da weniger finanzielle Mittel vorhanden sind. Wünschenswert wäre es, wenn die technische Lebensdauer der erwarteten Nutzungsdauer entspricht. Gleichzeitig sollten beim Thema Obsoleszenz das Konsumverhalten von Verbrauchern bei Neuheiten bzw. Innovationen in die Diskussion einbezogen werden.

In dieser Sachanalyse sowie in der dazugehörigen Unterrichtsreihe wird exemplarisch diskutiert und aufgezeigt, wie das Phänomen Obsoleszenz mit Ressourcenschonung und unserem Konsum zusammenhängt. Die Unterrichtsvorschläge zeigen Möglichkeiten auf, wie der Gestaltungsaspekt „Ressourcenschonung in die Produktentwicklung einbeziehen“ im Unterricht bearbeitet werden kann.

Obsoleszenz bedeutet, dass Produkte auf natürliche oder künstliche Weise altern oder veraltet sind. Dabei wird zwischen der werkstofflichen, funktionellen, ökonomischen und psychologischen Obsoleszenz unterschieden (UBA 2016a). Da in allen Produkten, vor allem in Elektrogeräten, wertvolle Ressourcen stecken, sind kurzlebige Produkte – sei es aufgrund von Defekten oder wegen des Wunsches von Verbraucher/-innen nach neuen Geräten – unter dem Aspekt der Ressourcenschonung und der Umweltauswirkungen kritisch zu betrachten. Neben Erdöl (fossiler Rohstoff) für Kunststoffe sind vor allem Metalle für Elektronikbauteile, die aus Erzen gewonnen werden, relevante Ressourcen für Elektrogeräte. Werden Geräte nach ihrer Nutzung nicht ordnungsgemäß dem Recyclingsystem zugeführt, gehen wertvolle Ressourcen verloren.

Die Gründe für Obsoleszenz sind vielfältig und die Zusammenhänge komplex. In zahlreichen Berichten, Zeitungsartikeln und Dokumentationen wird das Thema Obsoleszenz diskutiert und problematisiert.

Für Produktanbieter ist die Lebensdauer eines Produkts aus wirtschaftlicher Sicht eine relevante Größe. Denn je geringer die Lebensdauer eines Produkts ausfällt, desto eher führt dies zu einem Neukauf und damit zu einer Umsatzsteigerung. Gleichzeitig wird durch notwendige Neukäufe auf der Verbraucherseite das verfügbare Haushaltseinkommen geschmälert. Eine indirekte Folge von Obsoleszenz kann darum sein, dass Verbraucher nicht in vollem Umfang am Leben partizipieren können, da weniger finanzielle Mittel vorhanden sind. Wünschenswert wäre es, wenn die technische Lebensdauer der erwarteten Nutzungsdauer entspricht. Gleichzeitig sollten beim Thema Obsoleszenz das Konsumverhalten von Verbrauchern bei Neuheiten bzw. Innovationen in die Diskussion einbezogen werden.

  • pdf-Dokument : Sachanalyse und Rahmung (Weiterbildung) und Unterrichtsvorschlag (pdf 2 MB)

    Das Phänomen Obsoleszenz – Text 

  • PowerPoint-Präsentation als pdf- Dokument: Sachanalyse und Rahmung (Weiterbildung) und Unterrichtsvorschlag (pdf 6 MB)

    Das Phänomen Obsoleszenz – ppt

  • PowerPoint-Präsentation mit Kommentartext (Handout) als pdf-Dokument: Sachanalyse und Rahmung (Weiterbildung) und Unterrichtsvorschlag (pdf 10,5 MB)

    Das Phänomen Obsoleszenz – ppt-Kommentierung

Nachhaltige Rohstoffversorgung

In den folgenden Materialien werden

  • einige Handlungsoptionen und Maßnahmen für eine nachhaltigere Rohstoffversorgung vorgestellt
  • und Vorschläge gemacht, wie sich die Themen im Unterricht bearbeiten lassen.

Eine sichere Rohstoffversorgung ist für Deutschland als Innovations- und Technologiestandort von großer Bedeutung. Ein großer Teil der benötigten Rohstoffe (insbesondere die Steine- und Erden-Rohstoffe) wird in heimischen Lagerstätten gefördert, hier ist die Eigenversorgung nahezu gesichert. Bei den Metallen jedoch und bei verschiedenen Industriemineralien sowie den Energierohstoffen – mit Ausnahme der Braunkohle – ist die deutsche Wirtschaft stark abhängig von Rohstoffimporten. 2015 importierte Deutschland Rohstoffe im Wert von 106,9 Mrd. EURO (BGR 2016:16, 12). Die Rohstoffextraktion in den rohstoffexportierenden Ländern für den Import in die Industriestaaten ist immer wieder Ursache für gravierende Menschenrechtsverletzungen, gewaltsame Konflikte und massive Umweltschäden. Hier sind zahlreiche Beispiele aus den Ländern Lateinamerikas, Afrikas oder Asiens bekannt. Aber auch der Ressourcenabbau in Deutschland ist mit sozialen und ökologischen Konflikten verbunden. So werden auch in der Lausitz ganz Dörfer umgesiedelt und Landstriche für den Abbau von Kohle degradiert oder im Hambacher Forst Urwälder gerodet.

Das Ressourceneffizienzprogramm (ProgRess) der Bundesregierung weist nicht zuletzt vor diesem Hintergrund auf die Verantwortung der deutschen Politik und Wirtschaft hin, sich vor Ort und in den Förderländern für eine nachhaltige Entwicklung und einen friedlichen, sozial- und naturverträglichen Rohstoffabbau einzusetzen (BMUB 2016). Dazu gehört nicht nur, die Effizienz der Rohstoffnutzung zu erhöhen, sondern auch die Transparenz in den Wertschöpfungsketten zu steigern sowie die stoffliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe auszubauen

Coffee-to-go – eine `Umweltsünde`?

Das Material umfasst die Beschreibung des Sachgegenstandes (Sachanalyse), die Rahmung für den Unterricht (didaktische Konzeption) sowie zusätzlich Unterrichtsmaterialien. Die Materialien – PDF-Dateien und Powerpoint-Präsentationen – sind für die Weiterbildung der Lehrkräfte als auch der Durchführung von Unterricht in berufsbildenden und allgemeinbildenden Schulen entwickelt worden.

Die Lehreinheit „Coffee-to-go – ‚Eine Umweltsünde‘?“ soll inhaltliche und methodische Vorschläge zur Umsetzung des Themas im Unterricht geben. Sowohl die Erarbeitung der Problematik des Ressourcenverbrauchs durch die Coffee-to-go-Einwegbecher, als auch eine Diskussion über Instrumente zur Reduktion des Verbrauchs werden in dem Material vorgeschlagen. Das Material kann sowohl als Arbeitstext als auch als Powerpoint-Präsentation im Unterricht verwendet werden. Methodisch werden neben der klassischen Textanalyse ein WebQuest und eine Pro- und Kontra-Diskussion zur Bearbeitung des Themas vorgeschlagen. Neben dem Wissenszuwachs schärfen die Schülerinnen und Schüler ihre Urteilskompetenz zum dem für die Ressourcenschonung relevanten Thema. Das Material kann sehr gut nach dem Baukastensystem eingesetzt werden.

Sachanalyse und Rahmung (Weiterbildung) und Unterrichtsvorschlag: Coffee-to-go – eine `Umweltsünde`? (Text* als PDF 6,7 MB)

Sachanalyse und Rahmung (Weiterbildung) und Unterrichtsvorschlag: Coffee-to-go – eine `Umweltsünde`? (PowerPoint-Präsentation als PDF 17 MB)

Sachanalyse und Rahmung (Weiterbildung) und Unterrichtsvorschlag: Coffee-to-go – eine `Umweltsünde`? (PowerPoint-Präsentation mit Kommentartext (Handout) als PDF 15,7 MB)

*Die Wordfassung können wir Ihnen bei Bedarf gern per E-Mail zukommen lassen. Bitte wenden Sie sich dazu an info@bilress.de.